queer talk (früher Romeo Talkshow)



I

Butler Marcus mit Moderator Ron (2003)

Die Geschichte der Sendung ist lang und sehr bewegt. Sie beginnt im Jahre 1985, als in Berlin das private Fernsehen zugelassen wurde. Das Programmangebot auf dem sog. Mischkanal hieß "Fundgrube Berlin" und bot eine kleine verrückte Show, jeweils am späten Freitagabend. Das Programm wurde später erweitert und wechselte auf den Eutelsat II. Zur gleichen Zeit endeten die Sendungen der »Fundgrube« im Kabelfernsehnetz. 1998 wurden die Rechte an der Show an Canal Bleu verkauft. Die wöchentliche Talkshow bekam zu dieser Zeit ihr Ritual. Der damalige Produzent, Ben Zinga, suchte in der Berliner Kunst- und Kulturszene nach interessanten Interviewpartnern, die er in einem winzigen Studio auf ein rotes Sofa setzte. Sie bekamen billigen Rotwein, Kartoffelchips und keine Gage. Der junge, hübsche Butler, der sie versorgte trug nur einen bescheidenen Lendenschurz.


links Produzent Marcus, rechts der aktuelle Butler

Im Jahre 2003 wurde die Sendung neu gestaltet. Das Bühnenbild wurde verändert, auch die Dekorationen wurden ansprechender. Ein Klavier landete im Studio. Aus den anfänglichen drei Scheinwerfern wurde ein Bündel bunter Lichter. Statt einem, wurden nun zwei oder drei Gäste interviewt. Die lockere Atmospähre im Studio lag auch am Butler, welcher auf Wunsch der Zuschauer (!) nun wirklich nackt seine Arbeit versah. Die Freude währte nur kurz, dann verlangte er mehr Geld als das Budget herab, so übernahm der neue Produzent Marcus diesen Part selbst, Seit Ende 2009 kommt der Butler aus dem eigenen Nacktputzer und Funstripperteam. Die »Romeo Talkshow« wird noch immer mit einem winzigen Budget produziert und auf Canal + und romeoStore television via Satellit gesendet. Ende 2011 hat romeoStore.tv die Sendung in »queer talk« umbenannt.



Queer Talk produziert Marcus de Scully Postfach 502, 13515 Berlin

Besucheranschrift für Gäste: A. Borsig Ring 16, 15566 Schöneiche




artonio-mail [at] web.de